Giftige Pflanzen begegnen Hunden nicht nur beim Spaziergang. Auch im eigenen Garten und sogar mitten im Wohnzimmer können Pflanzen stehen, die beim Anknabbern oder Fressen gesundheitliche Probleme verursachen.
Das bedeutet nicht, dass du Haus, Garten und Spazierwege plötzlich mit Sorge betrachten musst. Die meisten Hunde interessieren sich kaum für Pflanzen. Besonders Welpen, neugierige Hunde oder Tiere, die gern Dinge vom Boden aufnehmen, können jedoch Blätter, Blüten, Beeren oder Pflanzenzwiebeln erwischen.
Deshalb lohnt es sich, einige besonders relevante Giftpflanzen zu kennen. Wir zeigen dir 15 Pflanzen aus Garten, Natur und Wohnung, bei denen Hundehalter aufmerksam sein sollten, und erklären, was im Verdachtsfall zu tun ist.
Wichtig bei Verdacht auf eine Vergiftung
Hat dein Hund möglicherweise eine giftige Pflanze gefressen, warte nicht darauf, ob Symptome auftreten. Kontaktiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und nenne möglichst die Pflanze, den aufgenommenen Pflanzenteil, die vermutete Menge und den Zeitpunkt.
Wie gefährlich sind giftige Pflanzen für Hunde?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Pflanzen reizen vor allem Maul und Verdauungstrakt. Andere enthalten Stoffe, die unter anderem Herz, Nervensystem oder Leber beeinträchtigen können.
Wie groß das Risiko ist, hängt unter anderem davon ab:
- welche Pflanzenart aufgenommen wurde,
- welcher Pflanzenteil gefressen wurde,
- wie groß die aufgenommene Menge war,
- wie groß und schwer der Hund ist,
- welche Giftstoffe die Pflanze enthält.
Bei einigen Pflanzen sind bestimmte Teile besonders konzentriert, zum Beispiel Zwiebeln oder Samen. Bei anderen können nahezu alle Pflanzenteile problematisch sein.
Deshalb gilt: Wenn du sicher weißt oder ernsthaft vermutest, dass dein Hund eine giftige Pflanze gefressen hat, ist eine schnelle fachliche Einschätzung wichtiger als die Frage, ob er bereits Beschwerden zeigt.
Giftige Pflanzen im Garten: Diese 5 solltest du kennen
1. Eibe
Eiben sind als immergrüne Hecken und Ziergehölze weit verbreitet. Typisch sind ihre dunkelgrünen Nadeln und die roten, beerenähnlichen Samenmäntel.
Die Pflanze enthält unter anderem Taxine. Besonders problematisch sind Nadeln und Samen. Eine Vergiftung kann sehr schwer verlaufen und unter anderem Herz und Nervensystem betreffen.
Schneidest du eine Eibenhecke, sollten abgeschnittene Zweige deshalb nicht dort liegen bleiben, wo dein Hund daran kauen könnte.
2. Oleander
Oleander steht häufig als Kübelpflanze auf Terrasse, Balkon oder im Garten.
Die Pflanze enthält Herzglykoside. Nach einer Aufnahme können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden und Veränderungen des Herzrhythmus auftreten.
Auch vertrocknete oder abgeschnittene Pflanzenteile sollten für Hunde nicht erreichbar sein.
3. Rhododendron und Azalee
Rhododendren und Azaleen gehören botanisch eng zusammen und sind in vielen Gärten zu finden.
Sie enthalten Grayanotoxine. Nach einer Aufnahme sind unter anderem Erbrechen, Schwäche sowie Veränderungen von Herzfrequenz und Herzrhythmus möglich.
Ein Hund, der Pflanzen normalerweise ignoriert, wird nicht automatisch zum Risikokandidaten. Bei Welpen oder ausgeprägten Pflanzenknabberern lohnt sich dagegen besondere Aufmerksamkeit.
4. Narzisse
Narzissen gehören zu den beliebtesten Frühlingsblumen. Besonders relevant sind ihre Zwiebeln.
Nach dem Fressen können unter anderem Speicheln, Erbrechen, Durchfall und Bauchbeschwerden auftreten. Größere Mengen können weitere Auswirkungen haben.
Vorsicht ist vor allem bei Hunden sinnvoll, die gern buddeln und frisch gesetzte Blumenzwiebeln ausgraben.
5. Tulpe
Auch Tulpen können für Hunde problematisch sein. Die giftigen Stoffe sind besonders in den Zwiebeln konzentriert.
Nach dem Zerkauen können unter anderem Reizungen im Maul, Speicheln, Erbrechen oder Durchfall auftreten.
Lagere Blumenzwiebeln deshalb nicht offen in Garage, Keller oder Gartenschuppen, wenn dein Hund dort Zugang hat.
Giftige Pflanzen in der Natur und am Wegesrand
Beim Spaziergang lassen sich Pflanzen nicht vollständig vermeiden. Das ist auch gar nicht nötig.
Problematischer wird es, wenn dein Hund gezielt Pflanzen, Blüten, Samen oder andere Dinge vom Boden frisst. Ein zuverlässiges Abbruchsignal und ein guter Rückruf beim Hund können deshalb auch außerhalb klassischer Trainingssituationen wichtig sein.
6. Herbstzeitlose
Die Herbstzeitlose kommt unter anderem auf Wiesen vor. Trotz ihres Namens sind Pflanzenteile je nach Entwicklungsstadium nicht nur im Herbst ein Thema.
Sie enthält Colchicin. Eine Aufnahme kann schwere Vergiftungen verursachen und unter anderem Verdauungstrakt, Blutbildung und weitere Organsysteme beeinträchtigen.
Bei einer vermuteten Aufnahme solltest du deshalb sofort tierärztlichen Rat einholen.
7. Fingerhut
Fingerhut ist an seinen auffälligen hohen Blütenständen mit glockenförmigen Blüten gut zu erkennen. Er wächst wild, wird aber auch im Garten als Zierpflanze verwendet.
Die Pflanze enthält Herzglykoside. Eine Vergiftung kann unter anderem den Herzrhythmus beeinflussen.
Das gilt nicht nur für die Blüten. Auch andere Pflanzenteile sollten nicht gefressen werden.
8. Eisenhut
Eisenhut zählt zu den stark giftigen Pflanzen und kommt sowohl als Zierpflanze als auch in der Natur vor.
Seine Inhaltsstoffe können unter anderem Nerven und Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Bei einer möglichen Aufnahme ist eine schnelle tierärztliche Abklärung erforderlich.
9. Schierling
Verschiedene Schierlingsarten können in der freien Natur vorkommen. Beim Gefleckten Schierling sind beispielsweise die gefleckten beziehungsweise rötlich-violetten Stängel ein mögliches Erkennungsmerkmal.
Die enthaltenen Alkaloide können schwere neurologische Symptome verursachen. Ein Hund sollte unbekannte Wildpflanzen deshalb grundsätzlich nicht fressen.
10. Maiglöckchen
Maiglöckchen wachsen sowohl in Gärten als auch in Wäldern und anderen schattigen Bereichen.
Die hübschen weißen Blüten täuschen über ihre Giftigkeit hinweg. Die Pflanze enthält Stoffe, die unter anderem das Herz beeinflussen können.
Vorsicht ist auch nach der Blüte sinnvoll, denn nicht nur die Blüten sind relevant.
Dein Hund frisst draußen regelmäßig Dinge, die nicht in seinen Napf gehören?
Geht das über gelegentliches neugieriges Aufnehmen hinaus, lohnt sich ein genauerer Blick. In unserem Beitrag über das Pica-Syndrom beim Hund erklären wir, wann das Fressen ungewöhnlicher Dinge auffällig werden kann.
Giftige Zimmerpflanzen für Hunde: Auch zu Hause lohnt sich ein Blick
Bei Giftpflanzen denken viele zuerst an Garten und Wald. Tatsächlich verbringen die meisten Hunde jedoch einen großen Teil ihres Tages im Haus oder in der Wohnung.
Dort können Zimmerpflanzen besonders interessant werden, weil sie dauerhaft erreichbar sind. Ein Welpe hat außerdem genügend Zeit, einen scheinbar langweiligen Blumentopf irgendwann doch genauer zu untersuchen.
Wenn dein Hund ohnehin gern Gegenstände anknabbert, findest du weitere Tipps in unserem Beitrag: Welpe kaut Möbel, Schuhe und Hände an: Was tun?.
11. Efeutute
Die Efeutute gehört zu den beliebtesten pflegeleichten Zimmerpflanzen.
Sie enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Beim Kauen können diese Schleimhäute reizen. Mögliche Folgen sind unter anderem starkes Speicheln, Würgen, Erbrechen und Schmerzen beziehungsweise Reizungen im Maul.
Bei Hängepflanzen solltest du auch herunterhängende Ranken im Blick behalten.
12. Dieffenbachie
Auch Dieffenbachien enthalten Calciumoxalat-Kristalle.
Das Zerkauen von Blättern oder Stängeln kann zu deutlichen Reizungen im Maul, Speicheln, Schluckbeschwerden und Magen-Darm-Symptomen führen.
Stelle die Pflanze deshalb nicht nur auf einen niedrigen Pflanzenständer, wenn dein Hund problemlos daran gelangen kann.
13. Monstera
Die Monstera ist inzwischen in vielen Wohnungen zu finden. Auch sie gehört zu den Pflanzen, die beim Zerkauen Reizungen durch Calciumoxalat-Kristalle verursachen können.
Besonders junge Hunde können große, herabhängende Blätter interessant finden.
14. Einblatt
Das Einblatt wird auch Friedenslilie genannt. Dieser Name sorgt gelegentlich für Verwirrung, denn es gehört nicht zu den echten Lilien.
Beim Hund stehen nach dem Kauen vor allem Reizungen durch Calciumoxalat-Kristalle im Vordergrund. Möglich sind beispielsweise Speicheln, Würgen und Erbrechen.
15. Sagopalme beziehungsweise Palmfarn
Besonders ernst zu nehmen sind Palmfarne wie die sogenannte Sagopalme.
Alle Pflanzenteile können giftig sein, wobei die Samen besonders problematisch sind. Hunde reagieren empfindlich auf die enthaltenen Giftstoffe. Eine Aufnahme kann unter anderem schwere Magen-Darm-Beschwerden und Leberschäden verursachen.
Diese Pflanze würde ich in einem Haushalt mit einem Hund, der gern Pflanzen anknabbert, nicht frei zugänglich aufstellen.
Weitere Zimmerpflanzen prüfen
Die Liste ist bewusst auf 15 besonders relevante Pflanzen begrenzt. Auch andere beliebte Zimmerpflanzen wie Philodendron, Drachenbaum, Aloe vera oder bestimmte Ficus-Arten können für Hunde problematisch sein. Prüfe deshalb neue Pflanzen am besten vor dem Kauf.
Sind alle Teile einer giftigen Pflanze gleich gefährlich?
Nein. Die Konzentration problematischer Inhaltsstoffe kann sich innerhalb einer Pflanze deutlich unterscheiden.
Besonders relevant können beispielsweise sein:
- Zwiebeln von Tulpen und Narzissen,
- Samen bestimmter Pflanzen,
- Nadeln und Samen der Eibe,
- Blätter und Stängel,
- Blüten, Früchte oder Beeren.
Deshalb hilft es einer Tierarztpraxis nicht nur zu wissen, welche Pflanze dein Hund erwischt hat. Wenn möglich, sollte auch klar sein, welchen Pflanzenteil er vermutlich aufgenommen hat.
Welche Symptome kann eine Pflanzenvergiftung beim Hund verursachen?
Die möglichen Symptome unterscheiden sich je nach Pflanze und Giftstoff erheblich.
Mögliche Anzeichen können sein:
- starkes Speicheln,
- Erbrechen,
- Durchfall,
- Bauchschmerzen,
- Appetitverlust,
- Unruhe oder ungewöhnliche Müdigkeit,
- Zittern,
- Taumeln oder andere Koordinationsstörungen,
- Schwäche,
- Atemprobleme,
- Veränderungen von Herzfrequenz oder Kreislauf,
- Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen.
Diese Beschwerden können allerdings viele andere Ursachen haben und beweisen keine Pflanzenvergiftung.
Umgekehrt kann ein Hund nach der Aufnahme einer Giftpflanze zunächst noch völlig unauffällig wirken. Bei bekanntem oder wahrscheinlichem Kontakt solltest du deshalb nicht auf erste Symptome warten.
Mein Hund hat eine giftige Pflanze gefressen: Was soll ich tun?
Bei einem konkreten Vergiftungsverdacht zählt vor allem schnelles und geordnetes Handeln.
- Verhindere eine weitere Aufnahme. Entferne deinen Hund von der Pflanze.
- Sichere Informationen. Notiere möglichst Zeitpunkt und vermutete Menge.
- Fotografiere die Pflanze. Nimm möglichst Gesamtpflanze, Blätter, Blüten und Früchte auf.
- Bewahre Pflanzenreste auf. Falls möglich, nimm sie zur Tierarztpraxis oder Tierklinik mit.
- Kontaktiere sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Beschreibe, was dein Hund vermutlich gefressen hat.
Bitte keine Hausmittel ausprobieren
Löse nicht selbst Erbrechen aus und gib deinem Hund nicht eigenmächtig Salz, Milch, Öl, Aktivkohle oder andere Mittel. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von Giftstoff, Menge, Zeitpunkt und Zustand des Hundes ab.
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover weist ausdrücklich darauf hin, bei Vergiftungsverdacht keine Hausmittel zu geben und einen Hund nicht selbst zum Erbrechen zu zwingen.
Warum ein Foto der Pflanze im Notfall helfen kann
Kaum jemand kennt alle Pflanzen im Garten, Wald oder Wohnzimmer beim Namen.
Wenn du die Pflanze nicht sicher bestimmen kannst, fotografiere möglichst:
- die gesamte Pflanze,
- Blätter,
- Blüten,
- Früchte oder Samen,
- Stängel beziehungsweise Stamm.
Das kann die Identifikation erleichtern. Verlasse dich im Ernstfall aber nicht ausschließlich auf eine Pflanzenbestimmungs-App oder eine Bildsuche.
So machst du Garten und Wohnung hundesicherer
Ein Hund im Haushalt bedeutet nicht automatisch, dass jede giftige Pflanze entsorgt werden muss. Entscheidend ist auch, wie dein Hund sich verhält und ob die Pflanze erreichbar ist.
Hilfreich ist:
- vorhandene Pflanzen bestimmen,
- besonders problematische Pflanzen unzugänglich aufstellen oder absperren,
- abgefallene Blätter und Pflanzenteile entfernen,
- Gartenabfälle direkt wegräumen,
- Blumenzwiebeln hundesicher lagern,
- Welpen beim Erkunden von Garten und Wohnung beobachten,
- deinem Hund ein zuverlässiges Ausgeben und Abbruchsignal beibringen.
Besonders bei Welpen ist Knabbern zunächst nichts Ungewöhnliches. Sie erkunden ihre Umwelt häufig mit dem Maul. Welche Strategien dabei helfen können, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber zum Knabbern im Welpenalter.
Draußen unterwegs: Pflanzen sind nicht die einzige versteckte Gefahr
Wälder, Wiesen und Gärten gehören zum Hundealltag und sollen das auch bleiben.
Neben Pflanzen lohnt sich draußen unter anderem ein Blick auf Zecken. Sie sitzen besonders häufig in Gras, Unterholz und an Waldrändern. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zum Zeckenschutz beim Hund.
Auch auf Reisen und beim Camping erkunden Hunde häufig ungewohnte Umgebungen. In unserem Ratgeber Camping mit Hund findest du weitere Tipps für die Vorbereitung unterwegs.
Nicht jede Pflanze, die dein Hund frisst, ist giftig
Ein Hund, der einmal an einem Grashalm knabbert, hat nicht automatisch etwas Gefährliches aufgenommen.
Gleichzeitig solltest du bei unbekannten Pflanzen nicht auf gut Glück davon ausgehen, dass sie harmlos sind. Das gilt besonders für Samen, Zwiebeln, Beeren und auffällige Zierpflanzen.
Wenn dein Hund häufig gezielt Pflanzen oder andere ungewöhnliche Dinge frisst, kann außerdem interessant sein, warum er dieses Verhalten zeigt. Unser Beitrag zum Pica-Syndrom beim Hund ordnet dieses Verhalten genauer ein.
Fazit: Giftpflanzen gibt es draußen und mitten im Wohnzimmer
Giftige Pflanzen sind kein reines Gartenthema. Sie können deinem Hund auf der Wiese, am Wegesrand, auf der Terrasse und ebenso im Wohnzimmer begegnen.
Du musst deshalb nicht jede Pflanzenart auswendig lernen. Sinnvoller ist es, die Pflanzen in deinem unmittelbaren Umfeld zu kennen und besonders giftige Arten für deinen Hund unerreichbar zu machen.
Zu den Pflanzen, bei denen besondere Vorsicht sinnvoll ist, gehören beispielsweise Eibe, Oleander, Herbstzeitlose, Fingerhut und Palmfarne. Auch scheinbar harmlose Zimmerpflanzen wie Efeutute, Dieffenbachie, Monstera oder Einblatt können beim Anknabbern Beschwerden auslösen.
Und wenn doch einmal etwas passiert, gilt: Nicht auf Symptome warten, keine Hausmittel ausprobieren und möglichst schnell tierärztlichen Rat einholen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Klinik für Kleintiere : Hinweise zu Vergiftungen bei Hund und Katze sowie zum richtigen Verhalten im Notfall.
- Merck Veterinary Manual: Houseplants and Ornamentals Toxic to Animals : Veterinärmedizinische Informationen zu giftigen Haus- und Zierpflanzen, unter anderem Eibe, Oleander und Palmfarne.
- ASPCA Animal Poison Control Center: Toxic and Non-Toxic Plant List for Dogs : Umfangreiche Datenbank giftiger und ungiftiger Pflanzen für Hunde.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung oder individuelle Giftberatung. Die Wirkung einer aufgenommenen Pflanze hängt unter anderem von Pflanzenart, Pflanzenteil, Menge und Hund ab. Wenn dein Hund möglicherweise eine giftige Pflanze gefressen hat, kontaktiere möglichst schnell eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.
Über die Autoren:
Dieser Artikel wurde von der Naturalis Redaktion verfasst, spezialisiert auf Hundeernährung und Alltagsthemen.
Häufige Fragen zu giftigen Pflanzen für Hunde
Welche Pflanzen sind für Hunde besonders giftig?
Zu den besonders problematischen Pflanzen gehören unter anderem Eibe, Oleander, Eisenhut, Herbstzeitlose, Fingerhut, Maiglöckchen und Palmfarne. Wie gefährlich eine Aufnahme ist, hängt von der Pflanzenart, dem aufgenommenen Pflanzenteil, der Menge und dem Hund ab.
Welche Zimmerpflanzen sind für Hunde giftig?
Zu den für Hunde problematischen Zimmerpflanzen gehören unter anderem Efeutute, Dieffenbachie, Monstera, Einblatt und Palmfarne. Je nach Pflanze können bereits Reizungen im Maul und Magen-Darm-Beschwerden auftreten, andere Pflanzen können deutlich schwerere Vergiftungen verursachen.
Was soll ich tun, wenn mein Hund eine giftige Pflanze gefressen hat?
Verhindere eine weitere Aufnahme und kontaktiere möglichst schnell eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Fotografiere die Pflanze und bewahre vorhandene Pflanzenreste auf. Hilfreich sind außerdem Angaben dazu, wann dein Hund die Pflanze gefressen hat und welche Menge ungefähr aufgenommen wurde.
Soll ich meinen Hund nach einer Pflanzenvergiftung zum Erbrechen bringen?
Nein. Du solltest nicht selbst Erbrechen auslösen und keine Hausmittel wie Salz, Milch oder Öl geben. Ob und welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Giftstoff, der aufgenommenen Menge, dem Zeitpunkt und dem Zustand des Hundes ab und sollte tierärztlich entschieden werden.
Welche Symptome kann eine Pflanzenvergiftung beim Hund verursachen?
Mögliche Symptome sind unter anderem Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwäche, Zittern, Taumeln, Atemprobleme, Krampfanfälle oder Veränderungen von Herzfrequenz und Kreislauf. Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Pflanze und Giftstoff erheblich.
Sind giftige Pflanzen nur im Garten ein Risiko für Hunde?
Nein. Giftige Pflanzen können im Garten, in der freien Natur und in der Wohnung vorkommen. Deshalb lohnt es sich, sowohl Gartenpflanzen und Wildpflanzen als auch Zimmerpflanzen im eigenen Haushalt zu kennen und für den Hund problematische Arten unzugänglich zu machen.
Ist es gefährlich, wenn mein Hund nur an einer Pflanze geknabbert hat?
Das hängt von der Pflanze und der aufgenommenen Menge ab. Bei manchen Pflanzen können bereits kleine Mengen problematisch sein, bei anderen führen geringe Mengen eher zu lokalen Reizungen. Wenn du die Pflanze nicht sicher kennst oder sie als giftig gilt, solltest du tierärztlichen Rat einholen.