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03.09.26

Havaneser auf dem Schoß einer Frau, die sich im herbstlichen Straßencafé mit einem Mann unterhält.

Havaneser: Klein, klug und immer mittendrin

Klein, fröhlich und immer gern mittendrin: Der Havaneser gilt als ausgesprochen menschenbezogener Begleithund. Doch ist er wirklich ein unkomplizierter Anfängerhund? Unser Rasseporträt zeigt, was seinen Charakter prägt und worauf du bei Haltung, Erziehung, Fellpflege und Ernährung achten solltest.

Havaneser im kurzen Steckbrief

  • Herkunft: westlicher Mittelmeerraum und Kuba
  • FCI-Gruppe: Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde
  • Größe: etwa 23 bis 27 Zentimeter
  • Gewicht: häufig etwa 4 bis 7 Kilogramm
  • Fell: lang, weich, glatt bis gewellt, mit wenig Unterwolle
  • Farben: unter anderem Weiß, Creme, Falb, Braun, Havannabraun, Schwarz und verschiedene Farbkombinationen
  • Charakter: fröhlich, anhänglich, intelligent, verspielt und wachsam
  • Bewegungsbedarf: mittel
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Lebenserwartung: häufig etwa 13 bis 15 Jahre

Wie groß wird ein Havaneser?

Ein ausgewachsener Havaneser erreicht laut FCI-Standard idealerweise eine Widerristhöhe von 23 bis 27 Zentimetern. Abhängig von Körperbau, Geschlecht und individueller Entwicklung sind Abweichungen möglich.

Woher stammt der Havaneser?

Der Havaneser gehört zur Familie der Bichons. Seine Vorfahren stammen vermutlich aus dem westlichen Mittelmeerraum und gelangten mit italienischen oder spanischen Seefahrern nach Kuba. Dort entwickelte sich der kleine Begleithund weiter und wurde besonders bei wohlhabenden Familien beliebt.

Seinen Namen verdankt er der kubanischen Hauptstadt Havanna. Auch die häufig vorkommende havannabraune Fellfarbe dürfte zur Namensgebung beigetragen haben.

Später geriet die Rasse in Kuba nahezu in Vergessenheit. Einige Hunde gelangten jedoch in die USA, wo die Zucht fortgeführt wurde. Von dort aus verbreitete sich der Havaneser wieder und entwickelte sich auch in Europa zu einem beliebten Familien- und Begleithund.

Wie sieht ein Havaneser aus?

Der Havaneser ist klein, aber keineswegs zerbrechlich. Sein Körper ist etwas länger als hoch und wirkt kompakt. Typisch sind die relativ kurzen Beine, die dunklen Augen, die hoch angesetzten Hängeohren und die über dem Rücken getragene Rute.

Sein auffälligstes Merkmal ist das lange Haarkleid. Das Deckhaar kann bei erwachsenen Hunden eine Länge von 12 bis 18 Zentimetern erreichen. Es ist weich, glatt oder leicht gewellt und kann einzelne lockige Strähnen bilden.

Anders als viele andere Bichon-Rassen kommt der Havaneser in zahlreichen Farben vor. Neben Weiß und Creme sind unter anderem Falb, Braun, Havannabraun, Schwarz sowie verschiedene Zeichnungen und Farbkombinationen möglich.

Welchen Charakter hat ein Havaneser?

Der Havaneser gilt als fröhlich, freundlich und ausgesprochen menschenbezogen. Er baut meist eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen auf und möchte am Familienleben beteiligt sein. Viele Vertreter der Rasse begleiten ihre Menschen am liebsten durch den gesamten Alltag.

Typische Eigenschaften des Havanesers sind:

  • anhänglich und verschmust
  • verspielt und humorvoll
  • intelligent und lernfreudig
  • freundlich und kontaktfreudig
  • aufmerksam und wachsam
  • sensibel gegenüber Stimmungen
  • häufig gut verträglich mit anderen Hunden

Seine verspielte Art behält der Havaneser oft bis ins höhere Alter. Viele Hunde dieser Rasse lernen gern kleine Tricks und genießen Aufgaben, bei denen sie gemeinsam mit ihren Menschen etwas erreichen können.

Ist ein Havaneser ein Kläffer?

Ein Havaneser muss kein ausgeprägter Kläffer sein, besitzt aber eine wachsame Seite und meldet häufig ungewohnte Geräusche oder Besucher. Ohne klare Regeln und ausreichende Beschäftigung kann sich daraus eine stärkere Bellneigung entwickeln.

Welche Ursachen häufiges Bellen außerdem haben kann und wie du sinnvoll darauf reagierst, erfährst du in unserem Artikel: „Exzessives Bellen beim Hund: Ursachen und Training“.

Ist der Havaneser ein ruhiger Hund?

Der Havaneser kann im Haus angenehm und ausgeglichen sein, sofern seine Bedürfnisse erfüllt werden. Er gehört jedoch nicht zu den Hunden, die am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen.

Er ist aufmerksam, lebendig und gern aktiv. Spaziergänge, gemeinsames Spielen und kleine Denkaufgaben gehören zu einem ausgeglichenen Alltag dazu. Gleichzeitig benötigt er normalerweise kein stundenlanges Sportprogramm.

Ob ein Havaneser tatsächlich ruhig ist, hängt nicht nur von der Rasse ab. Alter, Persönlichkeit, Erziehung, Gesundheit und Alltag haben einen großen Einfluss auf sein Verhalten.

Weitere geeignete Begleiter für einen ruhigeren Alltag stellen wir in unserem Überblick über ruhige Hunderassen für Senioren vor.

Ist der Havaneser für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich kann ein Havaneser gut zu Hundeanfängern passen. Er ist intelligent, kooperativ und möchte seinen Menschen gefallen. Seine überschaubare Größe erleichtert zudem viele Situationen im Alltag.

Ein Selbstläufer ist er trotzdem nicht. Gerade weil der Havaneser klein und charmant ist, werden ihm schnell Dinge erlaubt, die bei einem größeren Hund konsequent unterbunden würden. Fehlende Regeln können dazu führen, dass er viel bellt, Aufmerksamkeit einfordert oder Schwierigkeiten mit dem Alleinbleiben entwickelt.

Für Anfänger ist der Havaneser interessant, wenn sie:

  • sich mit Erziehung und Körpersprache beschäftigen möchten
  • ausreichend Zeit für Nähe und gemeinsame Aktivitäten haben
  • die regelmäßige Fellpflege nicht unterschätzen
  • das Alleinbleiben langsam und geduldig trainieren
  • einen kleinen, aber aktiven Begleithund suchen

Wer dagegen einen sehr unabhängigen oder ausgesprochen pflegeleichten Hund erwartet, dürfte mit dieser Rasse weniger glücklich werden.

Noch mehr Orientierung bietet unser Ratgeber: „Hunderassen für Anfänger: Welcher Hund passt wirklich zu dir?“.

Kann ein Havaneser allein bleiben?

Havaneser sind stark auf ihre Menschen bezogen. Viele Vertreter der Rasse bleiben daher nicht automatisch entspannt allein. Das bedeutet nicht, dass ein Havaneser überhaupt nicht allein bleiben kann. Er muss es jedoch behutsam lernen.

Wie lange kann ein Havaneser allein bleiben?

Dafür gibt es keine feste Zeitangabe, die für jeden Havaneser gilt. Das Alleinbleiben muss in sehr kleinen Schritten aufgebaut und an Alter, Persönlichkeit und Trainingsstand des Hundes angepasst werden.

Das Training beginnt idealerweise bereits im Welpenalter mit sehr kurzen Abwesenheiten. Erst wenn der Hund dabei entspannt bleibt, wird die Dauer schrittweise verlängert.

Ein Havaneser passt eher nicht in einen Alltag, in dem er regelmäßig viele Stunden ohne Gesellschaft verbringen müsste. Auch bei gut aufgebautem Training sollte das Alleinsein nicht zum überwiegenden Teil seines Tages werden.

Wie viel Bewegung braucht ein Havaneser?

Der Havaneser besitzt einen mittleren Bewegungsbedarf. Mehrere abwechslungsreiche Spaziergänge, gemeinsames Spiel und geistige Beschäftigung sind für viele Hunde dieser Rasse eine gute Kombination.

Geeignete Beschäftigungen sind beispielsweise:

  • Such- und Schnüffelspiele
  • kleine Apportieraufgaben
  • Tricktraining
  • abwechslungsreiche Spaziergänge
  • leichtes Agility
  • Übungen zur Impulskontrolle
  • gemeinsame Ausflüge

Seine geringe Größe sollte nicht dazu verleiten, ihn ständig zu tragen. Ein gesunder Havaneser möchte laufen, erkunden und eigene Erfahrungen sammeln. Bei Welpen müssen Dauer und Intensität der Bewegung selbstverständlich an die körperliche Entwicklung angepasst werden.

Eignet sich der Havaneser für die Wohnung?

Aufgrund seiner geringen Größe kann ein Havaneser gut in einer Wohnung gehalten werden. Entscheidend ist jedoch nicht die Wohnfläche allein, sondern die Gestaltung seines Alltags.

Auch ein kleiner Hund braucht Bewegung, Beschäftigung, soziale Kontakte und regelmäßige Ruhezeiten. In einem hellhörigen Mehrfamilienhaus ist außerdem ein frühzeitiges Training der Bellneigung sinnvoll.

Ein eigener Garten ist praktisch, ersetzt aber keine Spaziergänge. Umgekehrt kann ein ausgelasteter Havaneser auch ohne Garten zufrieden in einer Stadtwohnung leben.

Passt der Havaneser zu Familien und Kindern?

Der Havaneser gilt als verspielt und familienbezogen. Er kann daher gut in eine Familie mit Kindern passen. Besonders gern beteiligt er sich an gemeinsamen Spielen und Unternehmungen.

Kinder sollten lernen, den kleinen Hund respektvoll zu behandeln. Dazu gehört, ihn nicht hochzuheben, festzuhalten oder in seinem Körbchen zu stören. Aufgrund seiner geringen Körpergröße kann er durch grobes Spielen oder einen Sturz leichter verletzt werden als ein großer Hund.

Kontakte zwischen kleinen Kindern und Hund sollten deshalb immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Ebenso wichtig ist ein geschützter Rückzugsort, an dem der Hund zuverlässig in Ruhe gelassen wird.

Verträgt sich der Havaneser mit anderen Haustieren?

Viele Havaneser sind sozial und verträglich. Bei guter Gewöhnung können sie häufig mit anderen Hunden oder Katzen zusammenleben. Entscheidend sind die Persönlichkeit der beteiligten Tiere und eine ruhige Zusammenführung.

Wie das Zusammenleben beider Tierarten gelingen kann, zeigen wir ausführlich im Beitrag: „Hund und Katze zusammen halten: Ziemlich beste Freunde?“.

Der Jagdtrieb des Havanesers gilt im Allgemeinen als wenig ausgeprägt. Trotzdem ist jeder Hund ein Individuum. Begegnungen mit Kleintieren sollten daher kontrolliert und nicht allein aufgrund der Rasse als unproblematisch angesehen werden.

Wie wird ein Havaneser erzogen?

Der intelligente Havaneser lernt schnell. Das gilt allerdings für gewünschtes Verhalten ebenso wie für Angewohnheiten, die seine Menschen unbewusst fördern.

Eine freundliche, klare und konsequente Erziehung eignet sich besonders gut. Härte ist weder notwendig noch sinnvoll. Viel wirkungsvoller sind verständliche Regeln, passende Belohnungen und kurze Trainingseinheiten.

Wichtige Lernziele sind:

  • zuverlässiger Rückruf
  • entspanntes Laufen an der Leine
  • Ruhe halten und Frust aushalten
  • kontrollierter Umgang mit Besuch
  • Alleinbleiben
  • freiwilliges Bürsten und Untersuchen
  • angemessenes Verhalten gegenüber anderen Hunden

Auch kleine Hunde profitieren von einer gut geführten Hundeschule. Dort können Halter lernen, Körpersprache richtig einzuschätzen und Training sinnvoll aufzubauen.

Was eine gute Welpenschule auszeichnet und welche Grundlagen am Anfang wichtig sind, liest du in unserem Artikel über Welpenschule und Welpenerziehung.

Wie aufwendig ist die Fellpflege?

Der Havaneser verliert im Vergleich zu vielen anderen Hunderassen nur wenig Fell. Das bedeutet aber nicht, dass er pflegeleicht ist. Lose Haare bleiben häufig im langen Haarkleid hängen und können gemeinsam mit Schmutz und Feuchtigkeit Verfilzungen bilden.

Wie oft muss man einen Havaneser bürsten?

Ein langhaariger Havaneser sollte mehrmals pro Woche gründlich gebürstet und möglichst täglich auf kleine Knoten kontrolliert werden. Während des Fellwechsels vom Welpen- zum Erwachsenenfell kann sogar eine tägliche, besonders sorgfältige Pflege notwendig sein.

Besonders anfällig für Knoten sind:

  • Achseln
  • Leistenbereich
  • Beine und Pfoten
  • Bereich hinter den Ohren
  • Halsband- oder Geschirrbereich
  • Bauch

Der Hund sollte bereits als Welpe lernen, ruhig auf einer rutschfesten Unterlage zu stehen und sich überall anfassen zu lassen. So wird die Pflege später für beide Seiten entspannter.

Auch Augen, Ohren, Krallen und Zähne brauchen Aufmerksamkeit. Langes Kopfhaar darf die Augen nicht dauerhaft reizen. Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei kleinen Hunden ist außerdem eine konsequente Zahnpflege besonders wichtig.

Ist der Havaneser für Allergiker geeignet?

Havaneser haaren vergleichsweise wenig und besitzen kaum Unterwolle. Gelegentlich werden sie deshalb als „allergikerfreundlich“ bezeichnet. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Menschen reagieren nicht ausschließlich auf Hundehaare, sondern unter anderem auf Eiweiße in Hautschuppen, Speichel oder Urin. Auch ein wenig haarender Hund kann daher allergische Beschwerden auslösen.

Vor der Anschaffung sollten Betroffene mehrfach und möglichst über längere Zeit Kontakt zu Havanesern haben. Eine ärztliche Abklärung ist ebenfalls sinnvoll.

Weitere Rassen und wichtige Hinweise findest du in unserem Überblick über Hunderassen, die nicht oder kaum haaren.

Welche Krankheiten können beim Havaneser auftreten?

Der Havaneser gilt grundsätzlich als vergleichsweise robuste Rasse. Dennoch können bestimmte gesundheitliche Probleme vorkommen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Patellaluxation, bei der die Kniescheibe aus ihrer normalen Position gleitet
  • erbliche Augenerkrankungen
  • Zahnprobleme und Zahnstein
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates

Nicht jeder Havaneser entwickelt eine dieser Erkrankungen. Das Risiko lässt sich zudem nicht allein aus der Rasse ableiten. Herkunft, Zucht, Haltung, Körpergewicht und individuelle Veranlagung spielen ebenfalls eine Rolle.

Bei der Suche nach einem Welpen sollten Interessenten auf nachvollziehbare Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere achten. Bei Havanesern aus kontrollierter Zucht gehören Untersuchungen der Augen und auf Patellaluxation zu den relevanten Nachweisen.

Wie ernährt man einen Havaneser?

Auch ein kleiner Hund benötigt ein vollwertiges Futter, das ihn bedarfsgerecht mit Energie und Nährstoffen versorgt. Wichtig sind hochwertige tierische Bestandteile, eine nachvollziehbare Zusammensetzung und eine Futtermenge, die zu Alter, Gewicht und Aktivität passt.

Da der Havaneser nur wenige Kilogramm wiegt, können kleine Abweichungen bei der täglichen Portion bereits ins Gewicht fallen. Futter und Snacks sollten deshalb nicht ausschließlich nach Augenmaß gegeben werden.

Die Rippen sollten gut tastbar sein, ohne deutlich hervorzustehen. Eine erkennbare Taille ist ebenfalls ein hilfreicher Orientierungspunkt. Veränderungen des Gewichts oder der Körperform sollten frühzeitig ernst genommen werden.

Ausführliche Informationen findest du in unserem Ratgeber: „Übergewicht beim Hund: Ursachen, Risiken und was wirklich hilft“.

Kann man einen Havaneser barfen?

Grundsätzlich kann auch ein Havaneser gebarft werden. Entscheidend ist, dass die Ration ausgewogen zusammengestellt und an den individuellen Bedarf des Hundes angepasst wird.

Klassisches BARF erfordert jedoch Wissen, Zeit und eine sorgfältige Berechnung. Werden die Bestandteile dauerhaft falsch kombiniert, können Nährstoffe fehlen oder in ungeeigneten Mengen enthalten sein.

Wer die Grundidee einer naturnahen Fütterung schätzt, aber Fleisch, Innereien, Gemüse und weitere Bestandteile nicht täglich selbst portionieren möchte, kann ein ausgewogenes TrockenBARF als Alternative wählen.

Naturalis TrockenBARF für Hunde ist ein Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde. Es wird schonend luftgetrocknet, lässt sich genau abwiegen und unkompliziert lagern. Die kleinen Futterkugeln können trocken angeboten oder mit Wasser eingeweicht werden. Das ist besonders bei kleinen Hunden praktisch, weil sich die Portion gut an den individuellen Bedarf anpassen lässt.

Warum die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel wichtig ist, erklären wir ausführlich im Beitrag „Ist TrockenBARF als Alleinfuttermittel geeignet?“.

Da TrockenBARF deutlich ergiebiger ist und die Portion deshalb kleiner ausfällt als bei Nassfutter, sollte die Tagesmenge genau berechnet werden. Im Artikel „Wie viel TrockenBARF braucht mein Hund wirklich?“ erfährst du mehr dazu.

Alternativ kannst du direkt unseren TrockenBARF-Bedarfsrechner nutzen.

Bei Welpen, Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder besonderen Ernährungsbedürfnissen sollte die Fütterung mit einem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung abgestimmt werden.

Für wen eignet sich ein Havaneser?

Ein Havaneser kann gut passen, wenn du:

  • einen kleinen und menschenbezogenen Begleithund suchst
  • viel Zeit mit deinem Hund verbringen möchtest
  • Freude an Spaziergängen, Spielen und kleinen Trainingseinheiten hast
  • einen freundlichen Familienhund möchtest
  • bereit bist, das Fell regelmäßig zu pflegen
  • deinen Hund konsequent, aber freundlich erziehst

Weniger geeignet ist er, wenn du:

  • einen sehr unabhängigen Hund suchst
  • den Hund regelmäßig lange allein lassen musst
  • möglichst wenig Zeit in die Fellpflege investieren möchtest
  • einen ausgesprochen ruhigen Hund ohne Beschäftigungsbedarf erwartest
  • Bellen grundsätzlich nicht tolerieren kannst

Fazit: Kleiner Hund mit großem Bedürfnis nach Nähe

Der Havaneser ist ein fröhlicher, intelligenter und anhänglicher Begleithund. Er kann gut zu Anfängern, Familien, aktiven Senioren und Menschen mit kleinerer Wohnung passen. Seine geringe Größe macht ihn alltagstauglich, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch er Bewegung, Erziehung und geistige Beschäftigung braucht.

Besonders wichtig sind ausreichend Nähe, ein behutsam aufgebautes Training für das Alleinbleiben und eine konsequente Fellpflege. Wer diese Anforderungen nicht unterschätzt, findet im Havaneser einen charmanten Begleiter, der sich gern mitten ins Familienleben einbringt.

Über die Autoren:
Dieser Artikel wurde verfasst von der Naturalis Redaktion - spezialisiert auf Hundeernährung & Alltagsthemen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder individuelle Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Ernährung deines Hundes wende dich bitte an einen Tierarzt oder eine qualifizierte Ernährungsberatung.

Quellen

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Häufige Fragen zum Havaneser

Ist der Havaneser für Anfänger geeignet?

Der Havaneser kann gut zu Anfängern passen, weil er intelligent, menschenbezogen und meist lernfreudig ist. Er benötigt trotzdem eine konsequente Erziehung, ausreichend Beschäftigung und viel Zeit für Nähe und Fellpflege.

Wie viel Bewegung braucht ein Havaneser am Tag?

Der Havaneser besitzt einen mittleren Bewegungsbedarf und braucht täglich mehrere Spaziergänge sowie geistige Beschäftigung. Suchspiele, Tricktraining und gemeinsame Ausflüge eignen sich gut, ohne dass ein stundenlanges Sportprogramm notwendig ist.

Kann man einen Havaneser in der Wohnung halten?

Ein Havaneser kann gut in einer Wohnung leben, wenn er ausreichend Bewegung, Beschäftigung und soziale Kontakte erhält. Ein Garten ist nicht zwingend notwendig und ersetzt auch keine regelmäßigen Spaziergänge.

Welche Krankheiten treten beim Havaneser häufiger auf?

Beim Havaneser können unter anderem Patellaluxation, erbliche Augenerkrankungen, Zahnprobleme und Erkrankungen des Bewegungsapparates auftreten. Nicht jeder Hund ist davon betroffen, dennoch sind nachvollziehbare Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere bei der Welpensuche wichtig.

Warum verliert der Havaneser so wenig Fell?

Der Havaneser besitzt kaum Unterwolle und durchläuft keinen ausgeprägten saisonalen Fellwechsel wie viele andere Hunderassen. Lose Haare bleiben häufig im langen Fell hängen und müssen beim Bürsten entfernt werden.

Was tun, wenn das Fell des Havanesers verfilzt?

Kleine Verfilzungen sollten vorsichtig mit den Fingern und einem geeigneten Kamm gelöst werden, ohne am Fell zu reißen. Bei starken oder hautnahen Verfilzungen ist professionelle Hilfe durch einen Hundefriseur sinnvoll, damit der Hund nicht verletzt wird.

Welche Ernährung eignet sich für einen Havaneser?

Ein Havaneser benötigt ein vollwertiges Futter, dessen Menge zu Gewicht, Alter und Aktivität passt. Da kleine Abweichungen bei kleinen Hunden schnell ins Gewicht fallen, sollten Hauptfutter und Snacks sorgfältig portioniert werden.