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07.10.26

Hund leckt an seiner Vorderpfote und schaut aufmerksam, Symbolbild für häufiges Pfotenlecken und mögliche Ursachen

Leckt dein Hund ständig die Pfoten? 7 mögliche Ursachen und wann Futter eine Rolle spielt

Pfote im Maul. Schlecken. Knabbern. Kurz aufhören und zwei Minuten später geht es wieder los.

Viele Hunde lecken sich gelegentlich die Pfoten. Nach einem Spaziergang, bei etwas Schmutz zwischen den Zehen oder einfach bei der normalen Körperpflege ist das zunächst nichts Ungewöhnliches. Wenn dein Hund seine Pfoten jedoch ständig, sehr intensiv oder plötzlich deutlich häufiger leckt, lohnt sich ein genauerer Blick.

Denn hinter dem Verhalten können ganz unterschiedliche Ursachen stecken – vom kleinen Fremdkörper zwischen den Zehen über Hautprobleme bis hin zu Allergien, Schmerzen oder Stress. Auch das Futter kann eine Rolle spielen. Es ist aber längst nicht automatisch der Auslöser.

Warum lecken Hunde überhaupt ihre Pfoten?

Gelegentliches Pfotenlecken gehört bei Hunden zum normalen Pflegeverhalten. Auffällig wird es vor allem, wenn dein Hund immer wieder dieselbe Pfote bearbeitet, mehrere Pfoten regelrecht beknabbert oder Haut und Fell bereits gerötet, wund oder verfärbt sind.

Wichtig ist deshalb zunächst die Frage:

Leckt dein Hund gelegentlich oder scheint er kaum noch damit aufhören zu können?

Ständiges Lecken und Knabbern kann Ausdruck von Juckreiz, Hautreizungen oder Schmerzen sein. Auch Parasiten, Allergien oder Hautinfektionen kommen als mögliche Ursachen infrage.

1. Fremdkörper, Schmutz oder kleine Verletzungen

Beginnt dein Hund plötzlich und sehr gezielt an nur einer Pfote zu lecken, solltest du sie zuerst genau ansehen.

Zwischen den Zehen oder Ballen können beispielsweise kleine Fremdkörper sitzen. Auch eine eingerissene Kralle, eine kleine Schnittverletzung oder eine gereizte Stelle kann dazu führen, dass der Hund immer wieder an derselben Pfote leckt.

Kontrolliere deshalb vorsichtig:

  • Ballen und Zehenzwischenräume
  • Krallen
  • Haut auf Rötungen oder kleine Wunden
  • Schwellungen
  • sichtbare Fremdkörper

Ist die Pfote deutlich geschwollen, schmerzhaft oder verletzt, sollte sie tierärztlich untersucht werden.

2. Gereizte Haut nach dem Spaziergang

Pfoten kommen täglich mit sehr unterschiedlichen Oberflächen und Stoffen in Kontakt. Feuchtigkeit, Schmutz, Pflanzenbestandteile und andere Umweltfaktoren können die Haut reizen.

Wenn das Lecken auffällig nach bestimmten Spaziergängen beginnt, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die Umgebung.

Die Pfoten nach dem Spaziergang mit klarem Wasser abzuspülen und anschließend sorgfältig abzutrocknen, kann helfen, anhaftenden Schmutz oder mögliche Reizstoffe zu entfernen.

3. Parasiten oder Hautinfektionen

Auch Parasiten sowie bakterielle oder durch Hefen verursachte Hautveränderungen können starken Juckreiz auslösen.

Mögliche Begleiterscheinungen sind beispielsweise:

  • gerötete Haut
  • Haarausfall
  • Schuppen
  • auffälliger Geruch
  • nässende Stellen
  • häufiges Kratzen oder Lecken

Durch ständiges Belecken kann die Haut zusätzlich gereizt werden. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen: Es juckt, der Hund leckt, die Haut wird gereizter und der Hund leckt noch mehr.

Bei sichtbaren Hautveränderungen sollte die Ursache deshalb tierärztlich untersucht werden.

4. Umweltallergien können die Pfoten betreffen

Pollen, Milben, Schimmelpilze oder andere Umweltallergene können bei Hunden allergische Hautreaktionen auslösen.

Dabei können gerade Pfoten, Gesicht, Ohren, Vorderbeine und Bauch betroffen sein. Hunde lecken oder knabbern dann teilweise intensiv an ihren Pfoten.

Bei Umweltallergien können Beschwerden zudem saisonal auftreten - beispielsweise zu bestimmten Zeiten im Jahr.

Das ist wichtig, weil häufig vorschnell das Futter verdächtigt wird. Tatsächlich kommen auch Umweltfaktoren als Ursache für Juckreiz und Pfotenlecken infrage.

5. Kann Pfotenlecken von einer Futtermittelallergie kommen?

Ja, aber Pfotenlecken allein beweist keine Futtermittelallergie.

Bei Hunden mit einer Futtermittelallergie kann Juckreiz auftreten. Die Pfoten können dabei ebenfalls betroffen sein. Manche Hunde zeigen zusätzlich wiederkehrende Probleme mit den Ohren oder Magen-Darm-Beschwerden.

Trotzdem lässt sich anhand der Stelle, an der ein Hund sich leckt, nicht erkennen, ob tatsächlich das Futter verantwortlich ist.

Auch die Annahme „Mein Hund bekommt kein Getreide, also kann es keine Futterallergie sein“ wäre zu einfach. Hunde können auf unterschiedliche Bestandteile eines Futters reagieren.

Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Beitrag: Warum viele Hunde ihr Futter nicht gut vertragen: Was wirklich hilft.

6. Schmerzen können hinter dem Lecken stecken

Nicht jedes Pfotenlecken entsteht durch Juckreiz.

Wenn dein Hund auffällig eine einzelne Pfote oder ein bestimmtes Bein leckt, kann auch Schmerz eine Rolle spielen.

Achte zusätzlich darauf, ob dein Hund:

  • humpelt,
  • eine Pfote entlastet,
  • Treppen plötzlich meidet,
  • sich ungern anfassen lässt oder
  • weniger aktiv ist als sonst.

Besonders plötzlich einsetzendes, einseitiges Lecken sollte deshalb nicht automatisch als Allergie oder Futterproblem interpretiert werden.

7. Stress, Langeweile und erlerntes Verhalten

Auch Verhalten kann eine Rolle spielen.

Manche Hunde beginnen in stressigen Situationen mit wiederholtem Lecken. Wird dieses Verhalten häufig ausgeführt, kann es sich mit der Zeit verselbstständigen.

Deshalb lohnt sich zusätzlich die Beobachtung:

Wann beginnt dein Hund zu lecken?

Immer abends auf dem Sofa? Wenn er allein bleiben soll? Nach aufregenden Situationen? Oder unabhängig von Ruhe und Beschäftigung?

Ein kleines Tagebuch kann hier überraschend hilfreich sein.

Eine Pfote oder alle Pfoten: Macht das einen Unterschied?

Ja, zumindest für die erste Einordnung.

Nur eine Pfote:
Dann solltest du zunächst besonders an eine lokale Ursache wie Verletzung, Fremdkörper oder Schmerzen denken.

Mehrere Pfoten:
Sind mehrere Pfoten betroffen und kommt zusätzlich Juckreiz an Ohren, Gesicht oder Bauch hinzu, können unter anderem Allergien oder andere Hauterkrankungen eine Rolle spielen.

Das ist jedoch nur eine Orientierung und keine Diagnose.

Hund leckt Pfoten: Wann sollte man das Futter überprüfen?

Wenn dein Hund wiederholt unter Juckreiz oder Hautproblemen leidet und andere Ursachen untersucht wurden, kann auch die Ernährung Teil der tierärztlichen Abklärung sein.

Dabei ist wichtig: Einfach auf Verdacht die Futtersorte zu wechseln, beweist keine Futtermittelallergie.

Zur Abklärung kann tierärztlich eine konsequent durchgeführte Ausschluss- beziehungsweise Eliminationsdiät empfohlen werden. Dabei erhält der Hund über einen festgelegten Zeitraum ausschließlich die dafür vorgesehene Ernährung.

Auch Leckerlis, Kauartikel, Nahrungsergänzungen und andere zusätzliche Futterquellen müssen dabei berücksichtigt werden. Schon kleine Extras können die Beurteilung erschweren.

Wichtig: Eine normale Monoprotein-Sorte ist nicht automatisch dasselbe wie eine tierärztlich geplante Eliminationsdiät.

Was hat Monoprotein mit empfindlichen Hunden zu tun?

Monoprotein bedeutet zunächst nur, dass ein Futter auf einer tierischen Proteinquelle basiert.

Das kann die Fütterung übersichtlicher machen, weil du leichter nachvollziehen kannst, welches tierische Protein dein Hund bekommt. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass dieses Futter hypoallergen oder für jeden Hund mit Juckreiz geeignet ist.

Welche Proteinquelle individuell passt, hängt vom jeweiligen Hund und seiner bisherigen Ernährung ab.

Mehr Orientierung zu verschiedenen Proteinquellen findest du in unserem Beitrag: Fleisch-Sorten im TrockenBARF: Welche passt zu welchem Hund?.

Transparente Fütterung: Warum klare Zutaten hilfreich sein können

Auch wenn keine Futtermittelallergie vorliegt, kann eine übersichtliche Fütterung sinnvoll sein.

Wenn du nachvollziehen möchtest, was dein Hund tatsächlich bekommt, helfen:

  • klar benannte Zutaten,
  • angegebene Mengenanteile,
  • überschaubare Proteinquellen,
  • ein vollständiges Alleinfuttermittel und
  • möglichst wenige zusätzliche Snacks und Extras während einer Beobachtungsphase.

Naturalis TrockenBARF ist ein Alleinfuttermittel mit 80 % tierischen Zutaten. Die einzelnen Bestandteile werden mit ihren Mengenanteilen deklariert.

Die Sorten Rind, Huhn, Lamm und Lachs basieren jeweils auf einer tierischen Proteinquelle. Lachs-Rind enthält zwei tierische Proteinquellen.

Alle Naturalis-Sorten sind getreidefrei. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie automatisch für einen Hund mit einer Futtermittelallergie geeignet sind. Getreidefreiheit allein sagt nichts darüber aus, gegen welchen Bestandteil ein Hund möglicherweise reagiert.

Wenn dein Hund aktuell tierärztlich wegen einer vermuteten Futtermittelallergie untersucht wird, sollte die dafür vorgesehene Eliminationsdiät nicht eigenständig durch ein anderes Futter ersetzt werden.

Du möchtest Naturalis TrockenBARF genauer kennenlernen?

Auf unserer Übersichtsseite findest du Zusammensetzung, Sorten und Fütterung auf einen Blick. So kannst du selbst beurteilen, ob das Fütterungskonzept zu deinem Hund und eurem Alltag passen könnte.

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Was kannst du tun, wenn dein Hund ständig seine Pfoten leckt?

Statt direkt das Futter zu wechseln, geh am besten Schritt für Schritt vor:

  1. Pfoten kontrollieren: Gibt es Verletzungen, Fremdkörper, Rötungen oder Schwellungen?
  2. Zeitpunkt beobachten: Wann beginnt das Lecken?
  3. Eine oder mehrere Pfoten? Das kann einen ersten Hinweis geben.
  4. Andere Symptome beachten: Kratzt sich dein Hund zusätzlich? Hat er Probleme mit Ohren, Haut oder Verdauung?
  5. Fütterung vollständig notieren: Auch Snacks, Kauartikel und Tischreste gehören dazu.
  6. Nicht gleichzeitig mehrere Dinge ändern: Sonst lässt sich kaum erkennen, was einen Unterschied gemacht hat.
  7. Bei anhaltenden Beschwerden untersuchen lassen: Besonders dann, wenn Haut oder Pfoten bereits wund werden.

Wann sollte dein Hund wegen ständigem Pfotenlecken zum Tierarzt?

Eine tierärztliche Untersuchung ist sinnvoll, wenn dein Hund:

  • plötzlich sehr intensiv an einer Pfote leckt,
  • humpelt oder Schmerzen zeigt,
  • eine geschwollene Pfote hat,
  • offene oder nässende Hautstellen entwickelt,
  • sich die Pfoten bereits wund leckt,
  • zusätzlich starken Juckreiz an anderen Körperstellen zeigt,
  • wiederkehrende Ohrenprobleme hat oder
  • das Verhalten über längere Zeit immer wieder auftritt.

Gerade bei dauerhaftem Juckreiz lohnt es sich, die Ursache systematisch zu suchen, statt immer wieder neue Futtersorten oder Hausmittel auszuprobieren.

Fazit: Ständiges Pfotenlecken hat viele mögliche Ursachen

Wenn dein Hund gelegentlich seine Pfoten putzt, ist das zunächst normal.

Ständiges Lecken, Knabbern oder Beißen sollte dagegen genauer betrachtet werden. Fremdkörper, Hautreizungen, Parasiten, Infektionen, Umweltallergien, Schmerzen, Verhalten und auch Futtermittelreaktionen kommen als mögliche Ursachen infrage.

Deshalb gilt gerade beim Thema Futter: Nicht vorschnell urteilen.

Eine transparente Fütterung kann helfen, den Überblick zu behalten. Eine Futtermittelallergie lässt sich dadurch jedoch nicht diagnostizieren – dafür braucht es eine konsequent durchgeführte tierärztlich begleitete Abklärung.

Und wenn dein Hund gerade wieder demonstrativ eine Pfote im Maul hat: Erst hinschauen, dann den Napf verdächtigen. 

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Über die Autoren:
Dieser Artikel wurde verfasst von der Naturalis Redaktion – spezialisiert auf Hundeernährung & Alltagsthemen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder individuelle Ernährungsberatung.

Quellen & weiterführende Hinweise

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Häufige Fragen zum Pfotenlecken beim Hund

Warum leckt mein Hund ständig an den Pfoten?

Häufiges Pfotenlecken kann viele Ursachen haben. Dazu gehören kleine Verletzungen, Fremdkörper, gereizte Haut, Parasiten, Allergien, Schmerzen oder auch Stress. Leckt dein Hund sehr häufig oder immer dieselbe Pfote, sollte die Ursache genauer geprüft werden.

Kann Pfotenlecken beim Hund von einer Futtermittelallergie kommen?

Ja, eine Futtermittelallergie kann mit Juckreiz und Pfotenlecken einhergehen. Pfotenlecken allein beweist jedoch keine Futtermittelallergie. Auch Umweltallergien, Hautprobleme, Parasiten oder Schmerzen kommen als mögliche Ursachen infrage.

Woran erkenne ich, ob das Pfotenlecken mit dem Futter zusammenhängt?

Das lässt sich anhand des Pfotenleckens allein nicht sicher erkennen. Hinweise können zusätzliche Beschwerden wie wiederkehrender Juckreiz, Hautprobleme, Ohrentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden sein. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie ist eine tierärztlich begleitete Ausschlussdiät sinnvoller als häufige Futterwechsel auf Verdacht.

Ist Monoprotein bei ständigem Pfotenlecken besser?

Nicht automatisch. Monoprotein bedeutet zunächst nur, dass ein Futter auf einer tierischen Proteinquelle basiert. Das kann die Fütterung übersichtlicher machen, ersetzt aber keine Diagnose und ist nicht automatisch für jeden Hund mit Juckreiz oder Pfotenlecken geeignet.

Was kann ich tun, wenn mein Hund ständig die Pfoten leckt?

Kontrolliere zuerst Ballen, Zehenzwischenräume und Krallen auf Verletzungen, Fremdkörper oder Rötungen. Beobachte außerdem, wann das Lecken auftritt und ob weitere Beschwerden hinzukommen. Bei anhaltendem, starkem oder wiederkehrendem Pfotenlecken sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Wann sollte ich wegen Pfotenlecken zum Tierarzt?

Tierärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn dein Hund sich die Pfoten wund leckt, humpelt, Schmerzen zeigt, die Pfote geschwollen ist oder offene Hautstellen entstehen. Auch anhaltender Juckreiz, wiederkehrende Ohrprobleme oder starkes Lecken an mehreren Pfoten sollten untersucht werden.