Mit zehn Jahren hat Mischlingshündin Lara noch einmal ganz neu angefangen. Die freundliche Hündin hat über den Fauna Tierschutz den Weg in ihre neue Familie gefunden und startet nun in einen völlig neuen Lebensabschnitt.
In unserer neuen Serie begleiten wir Lara bei ihrem Alltag als Hundeseniorin aus dem Tierschutz. Gemeinsam mit Naturalis BARF berichten wir über ihre Eingewöhnung, Bewegung im Alter, Ernährung von Hundesenioren und die kleinen und großen Abenteuer eines Hundes, der mit zehn Jahren noch einmal ein neues Zuhause gefunden hat.
Eine Serie über zweite Chancen, Vertrauen und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund.
Wer ist Lara?
Lara ist eine zehnjährige Mischlingshündin aus Maremmano (Maremmen-Abruzzen-Schäferhund) und Labrador. Über den Fauna Tierschutz fand sie ihr neues Zuhause bei Frauchen Lara und ihrer Familie in Südtirol.
Und ja: Die Hündin hieß bereits Lara, bevor sie einzog. Da sie mit ihren zehn Jahren natürlich nicht mehr auf einen neuen Namen umgewöhnt werden sollte, durfte sie ihren Namen behalten. Das sorgt bis heute regelmäßig für Verwirrung und viele Lacher im Familienalltag: Wenn Herrchen „Lara, aus!“ ruft, dauert es manchmal einen kurzen Moment, bis klar ist, welche Lara eigentlich gemeint ist. ;-)
Auch für Hündin Lara bedeutet das neue Zuhause zunächst viele Veränderungen. Neue Menschen, neue Routinen und neue Eindrücke brauchen Zeit. Deshalb bekommt sie die Zeit, die sie braucht, um in ihrem eigenen Tempo anzukommen.
Welche Erfahrungen viele Tierschutzhunde in den ersten Tagen und Wochen machen und wie die Eingewöhnung gelingen kann, haben wir bereits in diesem Artikel ausführlich beschrieben:
Hunde aus dem Tierheim: So gelingt die Eingewöhnung wirklich
In den kommenden Folgen begleiten wir Lara auf ihrem Weg im neuen Zuhause und berichten über ihre Entwicklung als Hundeseniorin aus dem Tierschutz.
Hundeseniorin Lara aus dem Tierschutz: Neustart mit 10 Jahren – 07.06.2026
Folge 1: Vorstellung: Das ist Lara
Viele ältere Hunde warten deutlich länger auf ein neues Zuhause als junge Hunde oder Welpen. Dabei bringen Hundesenioren oft genau die Eigenschaften mit, die sich viele Menschen wünschen: Ruhe, Erfahrung und eine enge Bindung zum Menschen. Doch worauf sollte man achten, wenn man einen älteren Hund aus dem Tierschutz übernimmt?
Warum ältere Hunde aus dem Tierschutz oft unterschätzt werden
Viele Menschen suchen gezielt nach einem Welpen oder jungen Hund. Dadurch haben ältere Hunde häufig schlechtere Vermittlungschancen und verbringen oft deutlich mehr Zeit im Tierheim oder auf Pflegestellen.
Dabei können gerade Hundesenioren wunderbare Begleiter sein. Ihr Charakter ist meist bereits gefestigt und viele Hunde haben den Alltag mit Menschen längst kennengelernt.
Wer einem älteren Hund eine Chance gibt, schenkt ihm nicht nur ein Zuhause, sondern erhält oft einen treuen Begleiter, der die gemeinsame Zeit besonders intensiv genießt.
Welche Vorteile ein Hundesenior mitbringen kann
Jeder Hund ist individuell. Dennoch berichten viele Halter von ähnlichen Erfahrungen mit älteren Hunden.
- gefestigter Charakter
- oft ruhigeres Verhalten
- häufig bereits vorhandene Alltagserfahrung
- starke Menschenbezogenheit
- weniger stürmische Flegelphasen
Auch bei älteren Hunden bleiben Beschäftigung und Struktur wichtig. Dabei geht es weniger um Höchstleistungen als um einen abwechslungsreichen Alltag.
Alltag mit Hund: Struktur, Auslastung und Ernährung
Die Eingewöhnung eines älteren Tierschutzhundes
Auch wenn ältere Hunde oft ruhiger wirken, bedeutet ein neues Zuhause zunächst eine große Umstellung. Neue Menschen, neue Gerüche, neue Abläufe und neue Regeln müssen erst kennengelernt werden.
Viele Hundesenioren brauchen etwas Zeit, um Vertrauen aufzubauen und sich an ihren neuen Alltag zu gewöhnen. Geduld, feste Routinen und ein ruhiges Umfeld helfen dabei, Sicherheit zu vermitteln.
Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber:
Hunde aus dem Tierheim: So gelingt die Eingewöhnung wirklich
Wie viel Bewegung braucht ein älterer Hund?
Ein häufiger Irrtum ist, dass ältere Hunde kaum noch Bewegung benötigen. Tatsächlich profitieren viele Hundesenioren von regelmäßigen Spaziergängen und angepasster Beschäftigung.
Bewegung hilft dabei, Muskulatur, Beweglichkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Wichtig ist jedoch, die Belastung an Alter, Gesundheitszustand und Fitness des Hundes anzupassen.
Wichtig ist außerdem, die Körpersprache des Hundes richtig zu lesen und auf seine Signale zu achten.
Hundesprache verstehen: Körpersprache und Signale richtig deuten
Ernährung für Hundesenioren
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse vieler Hunde. Hochwertige Proteine, eine gute Verdaulichkeit und eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung können dazu beitragen, Muskulatur und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
Viele Hundehalter beschäftigen sich deshalb intensiver mit der Frage, welche Ernährung für ihren Senior sinnvoll ist.
Welche Vorteile TrockenBARF bieten kann
Auch die Verträglichkeit spielt bei älteren Hunden häufig eine wichtige Rolle.
Warum viele Hunde ihr Futter nicht gut vertragen
Lohnt es sich, einen älteren Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen?
Aus unserer Sicht ganz klar: Ja.
Natürlich bringt jeder Hund seine eigene Geschichte mit. Doch viele Hundesenioren schenken ihren Menschen noch viele wunderbare gemeinsame Jahre und zeigen jeden Tag, dass ein Neuanfang keine Frage des Alters ist.
Wer bereit ist, sich auf die Bedürfnisse eines älteren Hundes einzulassen, wird oft mit einer besonders innigen Beziehung belohnt.
Fazit: Hundesenioren verdienen eine zweite Chance
Ältere Hunde werden bei der Vermittlung häufig übersehen. Dabei bringen viele von ihnen genau die Eigenschaften mit, die sich Hundehalter wünschen: Ruhe, Erfahrung und eine enge Bindung zum Menschen.
Während wir in unserer Serie über Schäferhündin Luna (die ebenfalls bei Frauchen Lara lebt) ihre Ausbildung zum Bergrettungshund begleiten, erzählt Lara eine ganz andere Geschichte – die eines Hundeseniors aus dem Tierschutz, der mit zehn Jahren noch einmal ganz neu anfängt.
Hier geht es zur Luna-Serie
Quellen
- Hunderettung Europa: Hund adoptieren
- TASSO: Hund aus dem Ausland adoptieren
- Deutscher Tierschutzbund: Hund oder Katze aus dem Ausland adoptieren (PDF)
Über die Autoren:
Dieser Artikel wurde verfasst von der Naturalis Redaktion – spezialisiert auf Hundeernährung und Alltagsthemen.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle tierärztliche oder medizinische Beratung.
FAQ: Hundesenioren aus dem Tierschutz
Lohnt es sich, einen älteren Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen?
Ja. Viele Hundesenioren sind ruhige, menschenbezogene Begleiter und bringen oft bereits Alltagserfahrung mit. Wer einem älteren Hund eine Chance gibt, wird häufig mit einer besonders engen Bindung belohnt.
Wie lange dauert die Eingewöhnung eines älteren Tierschutzhundes?
Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Manche Senioren fühlen sich bereits nach wenigen Tagen wohl, andere benötigen mehrere Wochen oder Monate, um Vertrauen aufzubauen und sich an neue Abläufe zu gewöhnen.
Sind ältere Hunde schwieriger zu halten als junge Hunde?
Nicht unbedingt. Viele ältere Hunde sind ruhiger, ausgeglichener und haben den Alltag mit Menschen bereits kennengelernt. Allerdings können altersbedingte gesundheitliche Einschränkungen eine größere Rolle spielen.
Wie viel Bewegung braucht ein Hundesenior?
Auch ältere Hunde profitieren von regelmäßiger Bewegung. Spaziergänge und angepasste Beschäftigung helfen dabei, Muskulatur, Beweglichkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Umfang und Intensität sollten jedoch individuell angepasst werden.
Was sollte man bei der Ernährung älterer Hunde beachten?
Viele Hundesenioren profitieren von gut verdaulichen Zutaten, hochwertigen Proteinen und einer bedarfsgerechten Nährstoffversorgung. Wichtig sind außerdem regelmäßige Gewichtskontrollen und eine Fütterung, die zum Gesundheitszustand des Hundes passt.
Haben ältere Hunde aus dem Tierschutz überhaupt noch viele schöne Jahre vor sich?
In vielen Fällen ja. Auch Hunde im fortgeschrittenen Alter können noch viele aktive und glückliche Jahre erleben. Entscheidend sind Gesundheitszustand, Haltung, Ernährung und die individuelle Lebensgeschichte des Hundes.