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01.08.26

Tierarzt untersucht einen ruhigen Rauhaardackel bei einer Vorsorgeuntersuchung. Eine ausgewogene Ernährung kann die Gesundheit des Hundes unterstützen und ernährungsbedingten Problemen vorbeugen.

Ernährungsbedingte Krankheiten bei Hunden

Kann falsches Hundefutter krank machen? Eine ungeeignete Fütterung kann Übergewicht, Verdauungsbeschwerden, Mangel- oder Überversorgungen begünstigen und bei bestehenden Erkrankungen den Verlauf beeinflussen. Entscheidend sind jedoch nicht einzelne Zutaten allein, sondern die Gesamtzusammensetzung, die Futtermenge, die Lebensphase und die individuelle Verträglichkeit des Hundes.

Welche Krankheiten können durch die Ernährung begünstigt werden?

Der Begriff „ernährungsbedingte Krankheiten“ umfasst unterschiedliche Situationen. Manche Beschwerden entstehen tatsächlich durch eine dauerhaft unausgewogene Ration. Bei anderen Erkrankungen ist die Ernährung nur einer von mehreren Risikofaktoren. Außerdem gibt es Krankheiten, die nicht durch das Futter verursacht werden, bei denen eine gezielte Ernährung aber ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein kann.

Eine seriöse Einordnung unterscheidet deshalb zwischen:

  • Fehl- oder Mangelernährung: Bestimmte Nährstoffe fehlen, sind nicht ausgewogen oder werden dauerhaft in ungeeigneter Menge angeboten.
  • Überversorgung: Der Hund nimmt zu viele Kalorien oder einzelne Nährstoffe in zu hoher Menge auf.
  • Individueller Unverträglichkeit: Der Hund reagiert auf bestimmte Bestandteile mit Haut- oder Verdauungsbeschwerden.
  • Erkrankungsbezogener Ernährung: Eine bereits bestehende Krankheit erfordert eine angepasste Ration oder ein tierärztlich empfohlenes Diätfuttermittel.

Wichtig: Durchfall, Juckreiz, Gewichtszunahme oder stumpfes Fell beweisen nicht automatisch, dass das Futter die Ursache ist. Parasiten, Infektionen, hormonelle Erkrankungen, Medikamente, Stress und andere gesundheitliche Probleme können ähnliche Symptome auslösen.

Beschwerde und möglicher Zusammenhang mit der Ernährung

Übergewicht

Zu hohe Energieaufnahme, zu große Portionen, viele Leckerlis oder ein nicht angepasster Energiebedarf.

Verdauungsprobleme

Abrupte Futterwechsel, ungeeignete Mengen, verdorbene Nahrung, sehr fettreiche Mahlzeiten oder individuell unverträgliche Bestandteile.

Hautprobleme

Futtermittelallergien oder eine unausgewogene Versorgung können beteiligt sein, sind aber nicht die einzigen möglichen Ursachen.

Zahnprobleme

Die Fütterung kann die Zahngesundheit beeinflussen, ersetzt aber weder Zahnpflege noch tierärztliche Kontrollen.

Mangelversorgung

Vor allem bei dauerhaft unausgewogenen selbst zusammengestellten Rationen oder ungeeigneten Ergänzungsfuttermitteln möglich.

Übergewicht: die häufigste ernährungsbezogene Gesundheitsgefahr

Übergewicht entsteht, wenn ein Hund über längere Zeit mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht. Dabei geht es nicht nur um die Hauptmahlzeiten. Kauartikel, Trainingsleckerlis, Essensreste und zusätzliche Snacks können einen erheblichen Teil der täglichen Kalorien ausmachen.

Übergewicht belastet den Bewegungsapparat und kann bestehende Gelenkprobleme verschlechtern. Außerdem steht es mit verschiedenen Stoffwechsel- und Folgeerkrankungen in Verbindung. Deshalb empfehlen veterinärmedizinische Leitlinien, Gewicht, Körperkondition und Muskelzustand regelmäßig zu beurteilen.

Typische Hinweise auf ein ungünstiges Körpergewicht sind:

  • Die Rippen sind nur schwer tastbar.
  • Von oben ist kaum noch eine Taille erkennbar.
  • Der Bauch zieht sich seitlich nicht mehr sichtbar nach oben.
  • Der Hund ermüdet schneller als früher.
  • Das Aufstehen, Treppensteigen oder Springen fällt schwerer.

Wie du Ursachen besser einordnest und die Fütterung sinnvoll anpasst, erklären wir ausführlich im Beitrag: Übergewicht beim Hund: Ursachen, Risiken und was wirklich hilft.

Macht ein hoher Kohlenhydratanteil automatisch dick?

Nein. Für die Gewichtszunahme ist in erster Linie die dauerhaft zu hohe Energieaufnahme entscheidend. Die Zusammensetzung des Futters beeinflusst jedoch Sättigung, Futtermenge und Verträglichkeit. Deshalb sollte immer die gesamte Ration einschließlich Leckerlis betrachtet werden.

Durchfall, Erbrechen und Blähungen: Welche Rolle spielt das Futter?

Verdauungsbeschwerden gehören zu den häufigsten Gründen, warum Hundehalter das Futter infrage stellen. Tatsächlich kann die Ernährung eine Rolle spielen. Ebenso kommen aber Infektionen, Parasiten, Stress, Medikamente, Fremdkörper oder Erkrankungen innerer Organe als Ursachen infrage.

Fütterungsbedingte Auslöser können sein:

  • ein sehr schneller Futterwechsel
  • zu große Portionen
  • ungewohnt fettreiche Mahlzeiten
  • verdorbenes Futter
  • zu viele Kauartikel oder Leckerlis
  • bestimmte individuell unverträgliche Bestandteile
  • eine ungeeignete Zusammenstellung selbst zubereiteter Rationen

Bei einer Futterumstellung kann sich die Verdauung vorübergehend verändern. Anhaltender oder starker Durchfall ist jedoch nicht einfach „normal“. Mehr dazu liest du in unseren Beiträgen: Durchfall oder Erbrechen nach der Futterumstellung und: Probleme bei der Futterumstellung.

Sofort tierärztlich abklären: Blut im Kot oder Erbrochenen, anhaltendes Erbrechen, starke Schmerzen, ein aufgeblähter Bauch, deutliche Schwäche, Fieber, Austrocknung oder Beschwerden bei Welpen, Senioren und vorerkrankten Hunden.

Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit?

Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten werden im Alltag häufig miteinander gleichgesetzt. Medizinisch sind sie jedoch nicht identisch. Bei einer Allergie ist das Immunsystem beteiligt. Eine Unverträglichkeit kann auch ohne immunologische Reaktion entstehen.

Mögliche Symptome sind:

  • Juckreiz
  • wiederkehrende Ohrentzündungen
  • gerötete Haut
  • Pfotenlecken
  • Durchfall oder weicher Kot
  • Blähungen
  • Erbrechen

Diese Beschwerden sind nicht spezifisch. Eine verlässliche Diagnose erfolgt deshalb nicht allein anhand einer Zutatenliste oder eines frei verkäuflichen Tests. Häufig wird tierärztlich eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät empfohlen.

Auch Getreide ist nicht automatisch der Auslöser. Hunde können grundsätzlich unterschiedliche Protein- oder Kohlenhydratquellen nicht vertragen. Entscheidend ist die individuelle Reaktion des Hundes, nicht die pauschale Einteilung einer Zutat als „gut“ oder „schlecht“.

Wie du Futterverträglichkeit besser beurteilst, erfährst du im Artikel: Warum viele Hunde ihr Futter nicht gut vertragen.

Haut, Fell und Nährstoffversorgung

Haut und Fell reagieren sensibel auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Ein stumpfes Fell, Schuppen oder Haarausfall können bei einer unausgewogenen Ernährung auftreten. Ebenso kommen Allergien, Parasiten, hormonelle Erkrankungen, Infektionen und andere Ursachen infrage.

Für Haut und Fell sind unter anderem eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Proteinen, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen wichtig. Mehr ist dabei nicht automatisch besser. Eigenmächtig hoch dosierte Ergänzungsmittel können das Nährstoffgleichgewicht stören.

Besonders bei einem Futter, das bereits als Alleinfuttermittel ausgewiesen ist, sollten zusätzliche Mineralstoffe oder Vitamine nicht ohne konkreten Anlass ergänzt werden. Bei anhaltenden Haut- oder Fellproblemen ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.

Diabetes beim Hund: Ernährung ist wichtig, aber selten die einzige Ursache

Diabetes mellitus entsteht beim Hund nicht einfach dadurch, dass ein Futter Getreide oder Kohlenhydrate enthält. Übergewicht kann das Gesundheitsrisiko erhöhen, ist aber nicht der einzige Einflussfaktor. Auch hormonelle Erkrankungen, Medikamente, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und individuelle Veranlagung können eine Rolle spielen.

Bei einem bereits erkrankten Hund gehören eine konstante Fütterung, abgestimmte Portionsgrößen, Gewichtskontrolle und die regelmäßige Gabe der verordneten Medikamente zum Behandlungskonzept. Die Ration sollte gemeinsam mit der Tierarztpraxis festgelegt werden.

Warnzeichen können vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust trotz Appetit, Schwäche oder eine Trübung der Augen sein. Diese Symptome gehören zeitnah abgeklärt.

Bauchspeicheldrüse und sehr fettreiche Mahlzeiten

Bei einer Pankreatitis ist die Bauchspeicheldrüse entzündet. Die Erkrankung kann akut oder wiederkehrend auftreten und sehr schmerzhaft sein. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Appetitverlust, Bauchschmerzen, Durchfall, Schwäche und eine gekrümmte Körperhaltung.

Sehr fettreiche Mahlzeiten können bei anfälligen Hunden problematisch sein. Eine Pankreatitis lässt sich jedoch nicht allein auf einen einzelnen Futterbestandteil reduzieren. Übergewicht, bestimmte Medikamente, Vorerkrankungen und individuelle Veranlagung können ebenfalls beteiligt sein.

Bei einer diagnostizierten Bauchspeicheldrüsenerkrankung muss die Fütterung individuell tierärztlich abgestimmt werden. Ein gewöhnliches Alleinfuttermittel ist dann nicht automatisch geeignet.

Harnsteine und Nierenerkrankungen

Harnsteine können aus unterschiedlichen Mineralien bestehen und verschiedene Ursachen haben. Je nach Steinart unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen deutlich. Eine pauschale Fütterungsempfehlung ist deshalb nicht seriös.

Auch bei Nierenerkrankungen kommt es auf das Stadium, Laborwerte und weitere Begleiterkrankungen an. Häufig werden therapeutische Diäten eingesetzt, deren Gehalte an Energie, Phosphor, Protein, Natrium oder weiteren Nährstoffen gezielt angepasst sind.

Zeigt ein Hund Schmerzen beim Wasserlassen, Blut im Urin, häufigen Harndrang oder kann überhaupt keinen Urin absetzen, ist eine schnelle tierärztliche Abklärung erforderlich. Ein Harnverschluss ist ein Notfall.

Zahnstein entsteht nicht nur durch das Futter

Zahnbelag und Zahnstein werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu gehören individuelle Veranlagung, Zahnstellung, Speichelzusammensetzung, Alter und Zahnpflege. Die Art des Futters kann eine Rolle spielen, schützt aber nicht zuverlässig vor Zahnerkrankungen.

Auch Trockenfutter reinigt die Zähne nicht automatisch. Entscheidend sind regelmäßige Kontrollen und geeignete Zahnpflege. Bereits vorhandener Zahnstein lässt sich durch Futter oder Kauartikel nicht sicher entfernen.

Weitere Informationen findest du in unserem Beitrag: Zahnstein beim Hund: erkennen, entfernen und vorbeugen.

Sind Getreide, Zusatzstoffe und synthetische Vitamine grundsätzlich schädlich?

Nein. Der alte Grundsatz „getreidefrei ist automatisch gesund“ greift zu kurz. Gut aufgeschlossenes Getreide kann für viele Hunde eine verwertbare Energie- und Nährstoffquelle sein. Problematisch ist eine Zutat vor allem dann, wenn der Hund sie individuell nicht verträgt oder wenn die gesamte Rezeptur nicht zu seinem Bedarf passt.

Auch Zusatzstoffe müssen differenziert betrachtet werden. Manche werden eingesetzt, um das Futter sicher, haltbar oder ernährungsphysiologisch vollständig zu machen. Vitamine und Mineralstoffe sind nicht automatisch minderwertig, nur weil sie zugesetzt werden. Bei einem Alleinfuttermittel dienen sie dazu, den Bedarf des Hundes in definierten Mengen zu decken.

Entscheidend sind:

  • die vollständige und nachvollziehbare Deklaration
  • die Kennzeichnung als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel
  • die Eignung für die jeweilige Lebensphase
  • die Fütterung nach tatsächlichem Energiebedarf
  • die individuelle Verträglichkeit
  • eine sichere Herstellung und Lagerung

Wie du Werbeaussagen von echten Qualitätsmerkmalen unterscheidest, zeigen wir im Beitrag: Woran erkennt man gutes Hundefutter?.

Alleinfuttermittel, Ergänzungsfuttermittel oder selbst zusammengestellte Ration?

Ein Alleinfuttermittel ist so konzipiert, dass es bei bestimmungsgemäßer Fütterung den täglichen Nährstoffbedarf eines gesunden Hundes der angegebenen Lebensphase deckt. Ein Ergänzungsfuttermittel ist dagegen nicht automatisch als alleinige Dauerfütterung geeignet.

Selbst zusammengestellte BARF- oder Kochrationen können bedarfsgerecht gestaltet werden. Dafür müssen jedoch Mengen, Nährstoffquellen und Ergänzungen sorgfältig berechnet werden. Fleisch allein liefert keine vollständige Versorgung. Besonders kritisch können unter anderem Calcium, Jod, Vitamin D, bestimmte Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren sein.

Wer dauerhaft selbst füttert, sollte die Ration von einer qualifizierten tierärztlichen Ernährungsberatung berechnen und regelmäßig überprüfen lassen. Mehr dazu erfährst du in den Artikeln: BARF richtig ergänzen und: 5 typische Frisch-BARF-Fehler.

Sind zugesetzte Vitamine ein schlechtes Zeichen?

Nicht grundsätzlich. Bei einem bedarfsdeckenden Alleinfuttermittel können gezielt zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe notwendig sein, damit die Rezeptur den Nährstoffbedarf zuverlässig erfüllt. Entscheidend ist die korrekte Dosierung in der Gesamtration.

Welche Fütterungsform ist die beste?

Es gibt nicht die eine Fütterungsform, die für jeden Hund automatisch am besten ist. Trockenfutter, Nassfutter, selbst zubereitete Rationen, NassBARF und TrockenBARF können sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein. Die Bezeichnung allein sagt wenig über die Qualität oder Bedarfsdeckung aus.

Eine passende Fütterung sollte:

  • den Nährstoffbedarf des Hundes decken
  • zu Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand passen
  • gut vertragen werden
  • im Alltag zuverlässig umsetzbar sein
  • korrekt portioniert werden
  • bei Erkrankungen tierärztlich abgestimmt sein

Naturalis TrockenBARF ist ein luftgetrocknetes Alleinfuttermittel und kann trocken oder eingeweicht angeboten werden. Naturalis NassBARF ergänzt das Sortiment um eine feuchte Fütterungsform. Welche Variante besser zu deinem Hund und eurem Alltag passt, erklären wir im Vergleich: NassBARF oder TrockenBARF?.

Praktischer Ansatz:

Wähle nicht nur nach Begriffen wie „natürlich“, „Premium“ oder „getreidefrei“. Prüfe die Deklaration, die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel, die Fütterungsempfehlung und vor allem, wie dein Hund das Futter langfristig verträgt.

Woran erkennst du, dass die Fütterung überprüft werden sollte?

Wann sollte die Fütterung überprüft werden?

Beobachtung: Gewicht steigt oder fällt deutlich

Nächster Schritt: Gesamte Kalorienmenge prüfen und gesundheitliche Ursachen abklären.

Beobachtung: Wiederkehrender Durchfall oder Erbrechen

Nächster Schritt: Nicht nur das Futter wechseln, sondern tierärztlich nach der Ursache suchen.

Beobachtung: Juckreiz oder Ohrentzündungen

Nächster Schritt: Andere Ursachen ausschließen und bei Verdacht eine fachlich begleitete Ausschlussdiät planen.

Beobachtung: Stumpfes Fell oder Muskelverlust

Nächster Schritt: Gesundheitszustand, Futtermenge und Nährstoffversorgung überprüfen lassen.

Beobachtung: Neue Diagnose oder Medikamente

Nächster Schritt: Prüfen, ob die bisherige Ration weiterhin geeignet ist oder angepasst werden muss.

So beugst du ernährungsbezogenen Problemen vor

  • Füttere ein für Alter und Lebensphase geeignetes Alleinfuttermittel oder lasse eine selbst zusammengestellte Ration fachlich berechnen.
  • Wiege die Tagesration ab, statt nur nach Augenmaß zu füttern.
  • Rechne Leckerlis, Kauartikel und Essensreste in die Gesamtmenge ein.
  • Kontrolliere Gewicht, Körperform und Muskelzustand regelmäßig.
  • Stelle das Futter bei empfindlichen Hunden schrittweise um.
  • Lagere das Futter trocken, sauber und nach Herstellerangaben.
  • Verzichte auf eigenmächtige hoch dosierte Ergänzungsmittel.
  • Lass wiederkehrende Beschwerden untersuchen, statt immer neue Futtersorten auszuprobieren.

Auch dauerhafter Hunger sollte nicht einfach mit größeren Portionen beantwortet werden. Unser Beitrag: Hund hat ständig Hunger hilft dir dabei, mögliche Ursachen besser einzuordnen.

Fazit: Ernährung ist wichtig, aber selten die einzige Ursache

Eine ungeeignete Fütterung kann Übergewicht, Verdauungsprobleme sowie Mangel- oder Überversorgungen begünstigen. Bei bestehenden Krankheiten kann eine gezielt angepasste Ration außerdem einen wichtigen Beitrag zur Behandlung leisten.

Umgekehrt lässt sich nicht jede Erkrankung durch einen Futterwechsel verhindern oder heilen. Getreide, zugesetzte Vitamine oder industriell hergestelltes Futter sind nicht pauschal krankmachend. Entscheidend sind die Gesamtzusammensetzung, die Bedarfsdeckung, die richtige Menge und die individuelle Situation des Hundes.

Beobachte deinen Hund, kontrolliere sein Gewicht und nimm wiederkehrende Beschwerden ernst. Bei anhaltenden Symptomen, einer diagnostizierten Erkrankung oder einer selbst zusammengestellten Dauerfütterung ist fachliche Unterstützung sinnvoll.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder individuelle Ernährungsberatung. Bei akuten Beschwerden, diagnostizierten Erkrankungen oder besonderen Nährstoffanforderungen sollte die Fütterung fachlich abgestimmt werden.

Über die Autoren:
Dieser Artikel wurde verfasst von der Naturalis Redaktion - spezialisiert auf Hundeernährung & Alltagsthemen.

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FAQ: Ernährungsbedingte Krankheiten bei Hunden

Kann falsches Hundefutter krank machen?

Eine ungeeignete Ernährung kann Übergewicht, Verdauungsprobleme oder Mangel- und Überversorgungen begünstigen. Viele Erkrankungen haben jedoch mehrere Ursachen. Deshalb sollte die Ernährung immer im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Hundes betrachtet werden.

Woran erkenne ich, dass mein Hund sein Futter nicht gut verträgt?

Wiederkehrender Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Juckreiz, stumpfes Fell, Gewichtsveränderungen oder häufige Ohrentzündungen können Hinweise auf eine Futterunverträglichkeit oder andere gesundheitliche Probleme sein. Eine tierärztliche Abklärung schafft Klarheit.

Sind Getreide und Zusatzstoffe grundsätzlich schädlich?

Nein. Gut aufgeschlossenes Getreide und zugelassene Zusatzstoffe sind nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich. Entscheidend sind die Qualität der gesamten Rezeptur, die Bedarfsdeckung und die individuelle Verträglichkeit des Hundes.

Welche Krankheiten können durch eine ungeeignete Ernährung begünstigt werden?

Zu den häufigsten ernährungsbezogenen Problemen gehören Übergewicht, Verdauungsbeschwerden, Haut- und Fellprobleme, Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten sowie Mangel- oder Überversorgungen mit einzelnen Nährstoffen.

Welche Fütterung eignet sich zur Vorbeugung?

Ein bedarfsgerechtes Alleinfuttermittel, passende Portionsgrößen, eine langsame Futterumstellung und hochwertige Zutaten bilden die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung. Welche Fütterungsform am besten geeignet ist, hängt vom einzelnen Hund ab.

Wann sollte ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Bei Blut im Kot oder Erbrochenen, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall, starken Schmerzen, deutlichem Gewichtsverlust, auffälligem Durst oder wenn dein Hund sehr matt wirkt, sollte er zeitnah tierärztlich untersucht werden.